Elektrotheraphie

Unter dem Begriff Elektrotherapie werden Behandlungsverfahren verstanden, bei denen die Elektrizität selbst und unmittelbar zur Reizwirkung genutzt wird.

Demgemäß
gehören hierzu nicht diejenigen Therapiemethoden, bei welchen die Elektrizität zuvor in eine andere Energieform, wie Schall, Licht, Bewegung oder ähnliches umgewandelt wurde.

Aufgrund technischer und physiologischer Gesichtspunkte teilt man die Elektrotherapie in drei Hauptgruppen ein:

I. Niederfrequenztherapie (0-1000Hz)
Bei dieser Therapieform werden Reizungen durch schwankende Stromstärken erzeugt, die je nach Krankheitsbild und Behandlungsziel unterschiedlich eingesetzt werden. Die Ströme sollen sowohl Muskelentspannung als auch Anspannung auslösen. Dadurch ergibt sich eine größere Beweglichkeit über möglichst viel Muskelanteile. Außerdem soll so eine schmerzstillende und durchblutungsfördernde Wirkung erreicht werden.

II. Mittelfrequenztherapie (1-100 kHz)
Diese Ströme werden üblicherweise als sinusförmige Wechselströme angewendet. Sehr wichtig ist die analgesierende Wirkung. Nach der „Gate-Control-Theorie“ lassen sich über die Reizung von schnell leitenden A-Fasern (Berührung, Vibration) Interneurone im Rückenmark hemmen. Durch die motorische Reizung der Skelettmuskulatur wird funktionelle Hyperämie erzeugt. Diese erniedrigt den Muskeltonus und veranlasst der Verbesserung der Mikrozirkulation. Einzelimpulse bis ca. 5Hz werden zur Lockerung und Detonisierung der Skelettmuskulatur eingesetzt.

III. Hochfrequenztherapie (0,1-3000 MHz)
Ist eine Reiztherapie, wobei hochfrequenter Strom mit sehr geringer Leistung auf die Haut geleitet wird. Die Hauptwirkungen sind Durchblutungssteigerung, Anregung des Stoffwechsels und Schmerzstillung.

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